Die LogiMAT ist jedes Jahr ein guter Gradmesser dafür, wo die Logistikbranche gerade steht.
Nach drei intensiven Tagen in Stuttgart bleibt vor allem eines hängen: viele Gespräche, viele Perspektiven – und ein sehr klares Bild davon, was aktuell wirklich zählt.
In diesem Jahr waren wir mit moviniti Teil des Gemeinschaftsstands „Innovation Tower“. Ein Setup, das nicht nur optisch Aufmerksamkeit erzeugt hat, sondern auch inhaltlich einen guten Rahmen geboten hat, um die zentralen Themen der Branche greifbar zu machen.
Digitalisierung in der Logistik: Umsetzung bleibt die größte Herausforderung
Auf der Messe war eines unübersehbar: Softwarelösungen gibt es in Hülle und Fülle.
Die Halle war voll mit Anbietern – von spezialisierten Tools bis hin zu umfassenden Plattformen.
In den Gesprächen wurde jedoch schnell deutlich:
Die Herausforderung liegt darin, bestehende Lösungen sinnvoll einzusetzen.
Viele Unternehmen stehen vor der Frage:
- Wie lässt sich Digitalisierung wirtschaftlich abbilden?
- Wie viel System ist sinnvoll?
- Und wie bekommt man Prozesse stabil in den Griff?
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist das Angebot oft schwer zugänglich – sei es durch hohe Einstiegskosten, lange Implementierungszeiten oder unnötige Komplexität.
Standardsoftware in der Intralogistik: Effizienz durch Skalierbarkeit und klare Prozesse
Ein Thema, das sich durch nahezu alle Gespräche gezogen hat:
Der Bedarf nach Lösungen, die schnell funktionieren und sich einfach einführen lassen.
Im Fokus standen dabei:
- standardisierte Prozesse
- geringe Schulungsaufwände
- schnelle Implementierung
- standortübergreifende Nutzbarkeit
Der Wunsch nach maßgeschneiderten Einzellösungen rückt immer weiter in den Hintergrund.
Gefragt sind Systeme, die stabil laufen, sich anpassen lassen und gleichzeitig planbar bleiben.
Standardisierung wird zunehmend als strategischer Vorteil verstanden – gerade in einer Branche, die oft durch historisch gewachsene Strukturen geprägt ist.
Komplexe Logistikprozesse: Zwischen Excel, Automatisierung und Realität
Ein weiteres klares Signal von der Messe:
Viele Prozesse in der Logistik werden nach wie vor ohne saubere Systemunterstützung abgewickelt.
Gleichzeitig gibt es eine große Bandbreite an technologischen Möglichkeiten – von einfachen Tools bis hin zu vollständig automatisierten Anlagen.
Die Realität liegt häufig dazwischen.
Nicht jeder Prozess lässt sich automatisieren.
Nicht jeder Use Case ist wirtschaftlich sinnvoll für Robotik oder High-End-Systeme.
Was jedoch fast immer gebraucht wird:
- Transparenz
- Steuerbarkeit
- zuverlässige Abläufe
Besonders bei kritischen Prozessen wird deutlich, wie wichtig eine stabile und nachvollziehbare Systembasis ist.
Zuverlässigkeit als entscheidender Faktor im operativen Alltag
Ein Thema, das fast in jedem Gespräch auftauchte: Vertrauen in die Systeme.
Die Anforderungen sind klar:
- Ausfallsicherheit
- zuverlässiger Support über alle Schichten hinweg
- saubere Integration in bestehende Systemlandschaften
- verlässliche Datenflüsse
Im operativen Geschäft zählt am Ende nicht nur die Anzahl der Features, sondern auch die Stabilität im Alltag.
Ein System, das funktioniert, entlastet Teams spürbar und schafft die Grundlage für weitere Optimierungen.
moviniti auf der LogiMAT: Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit als entscheidender Hebel
Für uns als moviniti war die Resonanz auf der Messe durchweg positiv – und gleichzeitig sehr aufschlussreich.
Besonders stark nachgefragt wurden:
- die Skalierbarkeit unserer Lösung in Funktion und Preis
- die schnelle Einführung
- der geringe Schulungsaufwand
- die Möglichkeit, Prozesse über mehrere Standorte hinweg zu standardisieren
Ein zentrales Feedback aus Gesprächen: Viele Unternehmen suchen nach einer Software, die sowohl mit kleinen Strukturen funktioniert als auch in komplexen Produktionsumgebungen eingesetzt werden kann.
Hier entsteht der größte Mehrwert: Eine Lösung, die mit dem Unternehmen wachsen kann und gleichzeitig wirtschaftlich bleibt.
moviniti wurde dabei besonders im Kontext der produktionssynchronen Versorgung (JIS/JIT) wahrgenommen – als stabile, cloudbasierte Standardlösung, die sich flexibel in bestehende Systemlandschaften integrieren lässt.
Innovation Tower LogiMAT: Gemeinschaftsstand mit messbarer Wirkung
Der Innovation Tower war für uns mehr als nur ein gemeinsamer Auftritt.
Der Stand hat eine Strahlkraft entwickelt, die über die einzelnen Unternehmen hinausging.
Design, Story und Zusammensetzung haben dafür gesorgt, dass Besucher gezielt stehen geblieben sind.
Ein entscheidender Vorteil: Die Lösungen am Stand haben unterschiedliche Bereiche der Supply Chain abgedeckt.
Dadurch entstand für Besucher ein Gesamtbild – ein Zusammenhang, der bei isolierten Einzelständen oft fehlt.
Zusätzlich haben sich viele Gespräche ganz natürlich aus Synergien ergeben.
Und ja – ein richtig guter Barista hat definitiv auch seinen Teil dazu beigetragen.
KI in der Logistik: Viel Bewegung, unterschiedliche Reifegrade
Künstliche Intelligenz war auf der LogiMAT omnipräsent.
Es gab eine große Bandbreite:
- von ersten Konzepten
- bis hin zu konkreteren, anwendungsnahen Lösungen
Was sich klar gezeigt hat: Der Unterschied zwischen Idee und produktivem Einsatz ist weiterhin deutlich sichtbar.
Unsere Perspektive bei moviniti: Wir arbeiten aktiv an der Integration von KI – orientieren uns dabei aber konsequent an drei Faktoren:
- tatsächlicher Mehrwert
- wirtschaftliche Sinnhaftigkeit
- Sicherheit der Kundendaten
Technologie ist dann wertvoll, wenn sie konkret unterstützt und Prozesse besser macht.
Innovation Tower Teilnehmer
- LCX Nexus: Digitaler und KI-gestützter Tausch von Ladungsträgern.
- Simacan: Dynamische Steuerung und Analyse von Transportprozessen in Echtzeit.
- Heylog: Zentrale Kommunikations- und Hoflogistikplattform für Fahrer und Disponenten.
- Editel: Elektronischer Datenaustausch (EDI) für nahtlosen Belegfluss in der Lieferkette.
- inn-ovativ: Maßgeschneiderte E-Learning-Plattformen für das Transportwesen.
- bonisoft: Softwarelösungen für eine effiziente Fuhrparkverwaltung.
- Klippa: Automatisierte und intelligente Dokumentenverarbeitung mittels OCR-Technologie.
Gemeinsam entstand ein Überblick über digitale Lösungen entlang der gesamten Supply Chain – von Dokumenten über Transportsteuerung bis hin zu operativen Prozessen und Produktionslogistik.